Wir spielen Musik für’s Gemüt – haben uns also den leiseren Tönen verschrieben. Dennoch spielen wir gerne Straßenmusik. Und haben auch früher schon immer gerne in Wels bei Music in the City unplugged gespielt. Denn auf der Straße, wenn auch gebucht und in bester Lage vor ausgesuchten Lokalen, zu spielen, ist eine sehr ehrliche Form der Musik mit sehr unvermitteltem Feedback. Man erreicht das Publikum ja ganz direkt: und nur wenn ihnen gefällt, was sie hören, kommen sie näher, setzen sich im besten Fall für eine Weile, klatschen und geben Hutgeld. Das war unsere bisherige Erfahrung. Wobei wir mit der Band zwar leise, aber immer mit kleinem Verstärker spielen konnten.
Völlig unverstärkt
Nun ist seit heuer bei Music in the City unplugged angesagt: nämlich ganz und gar unverstärkt. Das ist für 2 Stimmen und Fingerpicking auf der Gitarre eine echte Herausforderung. Denn bei Schönwetter ist der Geräuschpegel ohnehin schon ziemlich hoch. Man merkt es klarerweise auch an den Reaktionen der Leute: die einen rücken ihre Stühle näher an die Musik. Andere merken erst beim Vorbeigehen, dass hier gesungen wird, sind irritiert und gehen weiter. Einige Gäste haben uns erst beim Verlassen des Lokals entdeckt und waren enttäuscht. Der Effekt, dass die Musik Menschen ins Lokal lockt, bleibt weitgehend aus. Denn die Musik ist nicht wie bisher schon auf einige Entfernung wahrnehmbar. Das ist schade.
Unser Fazit für den nächsten Gig
Daher ziehen wir aus diesem ersten Auftritt folgendes Fazit für Music in the City unplugged: Wir spielen für die Gäste an den Tischen in „Hörweite“. Wir singen lauter, können aber klarerweise die Gitarre nicht anpassen. Und wir werden unser Programm abklopfen und einige sehr ruhige Nummern austauschen. Dennoch freuen wir uns auf weitere Erfahrungen mit dem neuen Format und damit schon auf den nächsten Gig: Music in the City Wels, Caffè da Mika, Schmidtgasse – Freitag 24. 5. von 14 bis 17 Uhr.
